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Besser-Auswandern.de
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Es gibt eine Reihe von Fragen, die uns per Email erreichen und die nicht ohne weiteres einem der behandelten Themenkomplexe zuzuordnen sind. Wir wollen diese Fragen - sofern sie von allgemeinem Interesse zu sein scheinen - auf dieser Seite sammeln und öffentlich beantworten. Vielleicht ist auch für Sie etwas dabei. Oder Sie haben selbst eine Frage. Schreiben Sie uns (gerlich@netrex.de) und wir werden versuchen, Ihre Fragen zu beantworten.
Stellen wir zunächst die Frage, ob der Geldmangel der Grund für den Auswanderungswunsch ist oder nur eine Begleiterscheinung. Es könnte schliesslich auch sein, dass ein junger Mensch noch nichts gespart hat, aber aus ganz anderen Gründen (Ärger in der Partnerschaft, Perspektivlosigkeit im Beruf, Klima etc.) Deutschland den Rücken kehren will. In diesem zweiten Fall ist die Auswanderung natürlich auch mit grossen Risiken behaftet (s. weiter unten), aber kann trotzdem erfolgreich sein: Ein junger Arzt, der nach Österreich geht, wird wahrscheinlich weniger Geldprobleme bekommen, wie ein Automechaniker in Frankreich. Wir gehen hier vom "Normalfall" aus: Der Geldmangel ist der Grund für die Auswanderung. Stellen Sie sich wieder unsere klassische Frage: Wird die Auswanderung Ihr Problem lösen oder nur in ein anderes Land tragen? Oder anders ausgedrückt: Warum haben Sie kein Geld? Liegt es an Ihnen selbst? Ist Arbeit und Geldverdienen nicht so "Ihr Ding"? Oder sind die Kosten in Deutschland zu hoch? Haben Sie vielleicht ein kostspieliges Hobby und deshalb chronischen Geldmangel? Oder haben Sie "Leichen im Keller" aus alter Zeit, z.B. unbezahlbatre Kredite aus der letzten Partnerschaft oder einer früheren Existenzgründung? Oder sind Sie jung mit guter Berufsausbildung, aber leider "der falsche Mann am falschen Ort"? Grundsätzlich ist es sehr, sehr problematisch, ohne finanzielle Reserven wegzugehen: Das "soziale Netz" in Deutschland ist zwar recht löcherig, aber die Gastländer sind auch nicht daran interessiert, die "Looser" aus Deutschland durchzufüttern. Die Kanaren sind voll von gescheiterten Existenzen aus Deutschland, die nur noch einen Wunsch haben: Zurück nach Deutschland - aber das Geld reicht nicht für's Flugticket. Obdachlose "Höhlenmenschen" auf Mallorca, wie sie gelegentlich im Fernsehen oder in den Zeitungen dargestellt werden, sind sicherlich nicht die Regel, aber Obdachlosigkeit ist in allen Ländern dieser Welt bekannt - übrigens auch in Deutschland. Wir empfehlen zwar, eine Auswanderung so gut vorzubereiten , dass ein "Zurück" nicht ernsthaft in Betracht gezogen werden muss - die Sache wird ein Erfolg und da brauche ich keine Rückfahrkarte! Aber ein "Plan B" ist trotzdem ganz gut, d.h. immer noch so viel Geld in der Tasche zu haben, dass man doch wieder zurück kann.
Übrigens: Die meisten Länder verlangen heutzutage, dass Sie bei der Einreise nachweisen können, dass Sie Ihren Lebensunterhalt im Gastland bestreiten können. Ab nach Amerika und dann auf den grossen Treck nach Westen, Claims abstecken und Mustangs zähmen - das ist nicht mehr. Was wollen Sie in Ihrem Traumland denn machen? Tauchlehrer auf Teneriffa? Wer will das nicht, die gibt's wie Sand am Meer. Deutsches Restaurant auf Mauritius? Klappt nicht, sooo viele Deutsche sind da nicht. Aber auf Mallorca? Könnte klappen - die Chancen sind aber auch nicht besser, als wenn Sie es in Graal-Müritz, Bad Sachsa oder Freiburg versuchen. Und es wird auch nicht billiger. Bleibt die Lohnabhängigkeit - gute deutsche Handwerksarbeit wird auch in anderen Ländern geschätzt. Auch in anderen Ländern - hier nämlich auch! Warum also klappt es hier nicht mit dem Geldverdienen? Aber ein Scheitern des Unternehmens ist ja nur der "GAU" - Sie brauchen auch Geld, wenn die Sache eigentlich ganz gut läuft. Stellen Sie sich also ein paar Fragen:
Sehr hilfreich ist es, sich die Schicksale der Menschen vor Augen zu halten, die umgekehrt aus anderen Ländern nach Deutschland eingewandert sind - Sie werden nämlich später deren Probleme am eigenen Leib erleben. Diese Menschen kommen oft aus wirtschaftlich schwächeren Ländern (Stichwort: "Wirtschaftsflüchtlinge") und insofern ist Deutschland für viele von ihnen akzeptabel, auch wenn sie "kein Bein an den Boden" kriegen. Wer umgekehrt aus Deutschland weggeht, ist auch im schlechtesten Fall einen relativ hohen Lebensstandard gewohnt - und Sie wollen sich doch nicht verschlechtern! Sehen Sie sich also
genau an, was diese Einwanderer machen und wie sie hier in Deutschland
leben. Viele Einwanderer sind mit einigen Ersparnissen gekommen, viele kommen in relativ geordnete soziale Verhältnisse, d.h. dass die Familie schon hier lebt und eine Existenz aufgebaut hat (bei Menschen aus einigen Ländern wie der Türkei lebt oft ein ganzer "Clan", manchmal das halbe anatolische Heimatdorf schon hier). Prüfen Sie, wovon diese Einwanderer hier leben, das kann sehr lehrreich sein für die eigene Auswanderung. Auch diese Seite wird im Laufe der nächsten Zeit noch überarbeitet und ergänzt. Hier kommen Sie zurück auf die vorherige Seite (Gründe für's Auswandern) Weggehen oder Hinfahren - die Grundfrage für jeden Auswanderer! |
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dieser nicht-komerziellen WebSite wird noch gearbeitet, letztes UpDate
war am 19.01.2006
Mit dieser Seite sind eine Reihe anderer Projekte verbunden. Das Impressum finden Sie hier |
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